Summer goes on

Es kommt wohl, wie es kommen musste.

Was keiner wagt zu fragen

Was keiner wagt zu sagen.

Und doch, so mancher wusste.

Ein kalter Herbstwind fegt die Blätter vom Baum

und begräbt, den allerletzten, Zukunftstraum.

Und es steigt auf ein Geruch, nach verbrannter Erde

Und an mir vorbei rennen sie, die fliehenden Pferde.

Die Straßen liegen brach und menschenleer

Hurra: Wir leben noch, aber spüren uns nicht mehr

Und zaghaft, leise, strecken sich die Hände

Nach Liebe, Wärme, und nach ein wenig Hoffnung.

Doch der Alptraum, er scheint niemals mehr, zu Ende.

Bin wie erstarrt vor dieser Angst, wie die drei Affen

Die wohl vieles wissen und wohl doch nichts raffen.

Reden ist nun nichts mehr wert – und Schweigen ist Gold.

Und der Schock – down, hat die Zweifler langsam eingeholt.

Es kommt wohl, wie es kommen musste

Was keiner wagt zu fragen

Was keiner wagt zu sagen.

Und doch, so mancher wusste

Ein kalter Herbstwind fegt das letzte Blatt vom Baum

Und ich denke an meinem allerletzten, Sommernachtstraum

Du und ich, wir schmieden glücklich kühne Zukunftspläne

Und wir lachen, singen, tanzen, ganz eng und fest umschlungen

So, wie einst die Dichter, Denker und genialen Lenker

Vor längst begrabener Zeit, uns über das Leben, mal gesungen.

Es kam, wie es wohl kommen musste

Was keiner wagte zu fragen

Was keiner wagte zu sagen

Und doch, so mancher einer wusste

Copyright: Andrea LYrika

im kalten Herbst 2020

Herbstspaziergang- im Spiegel der Zeit

Ich gehe durch die Straßen einer Geisterstadt

wo gestern noch, fand Leben statt.

Und als der Herbstwind hinwegfegt, das letzte Laub.

Scheint alles still und zerfällt zu Straßen- Staub.

Spiegel, mein Spiegel an der Wand.

Zeig mir, wer hat es in der Hand?

Dieses Spiel, wo Macht und Geld

die kranke Erde noch zusammenhält.

Spiegel, mein Spiegel an der Wand.

Weck mich auf und nimm mich an der Hand.

Im stillen, letzten Herbst wie diesem.

Voller Panik-Viren und Weltwirtschaftskrisen.

Hab ich das wirklich so gewollt?

Das Schweigen wird Silber, und Silber das neue Gold?

Doch noch bin ich nicht ganz unten.

Zu blass noch all die Wunden.

Weit weg noch die Hyänen.

Ihrem klappern, mit den spitzen Zähnen.

Und der Herbstwind, er heult leise wie Sirenen.

R: Spiegel, mein Spiegel an der Wand.

Zeig mir, wer hat es in der Hand.

Dieses Spiel, wo Macht und Geld

die kranke Erde noch zusammenhält.

Spiegel, mein Spiegel an der Wand.

Weck mich ich auf und nimm mich an der Hand.

Und ich gehe durch die Straßen meiner Geisterstadt.

Wo still hinweg gefegt, das letzte Hoffnungs-Blatt.

In den Straßen- Staub, werf ich mein Herz aus Gold.

Real life es hat mich doch längst eingeholt.

R: Spiegel, mein Spiegel an der Wand.

Tausend Scherben nun in meiner Hand.

Und alles was ich war und bin,

die Antwort, sie weiß ganz allein der Wind.

Copyright: AndreaLYrika

Masken

Ich weiß noch, als ich von dir ging.

Der weite Himmel, voller Fragen hing.

Wir hatten doch noch soviel vor, du und ich.

Und mir fiel es erst ein, seit du nicht mehr bei mir bist.

Du bist längst fort und ich gegangen.

Schon bevor die dunklen Wolken, voller Tränen hangen.

Und unseren Schmerz, den trugen wir hinter Masken.

Weil die doch so gut, zu uns passten.

Wir haben nie gestritten, dass ist richtig.

Und nie gefragt, was ist uns wichtig.

Dabei, in einem waren wir uns doch einig.

Die Welt ist krank und das gehört bereinigt.

Und unseren Schmerz, den trugen wir hinter Masken

Weil die doch so gut, zu uns passten.

Du bist nun schon so lange fort, und ich gegangen.

Lang bevor die dunklen Wolken, voller Fragen hangen.

Die Welt ist jetzt so, wie wir es immer dachten.

Und du und ich, wir hatten keinen Mut, dies zu beachten.

Und meinen Schmerz, den trag ich hinter Masken.

Weil die doch eben, immer passten.

Copyright: Andrea Lyrika